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11/11/2009 -
Symposium Herausforderung Qualitä: Welche Zukunft für den Südtiroler Wein?

Am Freitag, 30. Oktober fand an der Bozner Uni eine internationale Tagung über die Zukunft des Südtiroler Weins statt, an der an die 200 Fachleute und Interessierte teilgenommen haben. Organisiert wurde die Veranstaltung anlässlich des 90jährigen Bestehens der Traditionskellerei Kettmeir in einer Gemeinschaftsaktion von EOS der Handelskammer Bozen, Konsortium Südtiroler Wein und Wirtschaftsfakultät der Universität Bozen.

Der Südtiroler Landesrat für Landwirtschaft, Hans Berger, leitete die Diskussion mit einem Grußwort ein, in welchem er die Südtiroler Weinwirtschaft zu einer Vertiefung der Zusammenarbeit und Geschlossenheit aufrief. Daraufhin gaben Helmuth Scartezzini vom Amt für Obst- und Weinbau der Provinz Bozen und Barbara Raifer vom Versuchszentrum Laimburg einen Überblick über die Entwicklung der Rebflächen in Südtirol, wo besonders die Tendenz zurück zu einem Weißweinland unterstrichen wurde (wie schon im Mittelalter, als ca. 75 % der Anbaufläche mit Weißen Trauben bepflanzt waren). Besonders wichtig sei die Anpassungsfähigkeit eines Weinlandes an sich ändernde klimatische Verhältnisse. Professor Mario Fregoni fügte in seinem Beitrag über die Auswirkungen des Klimawandels hinzu, dass dieser möglicherweise für Südtirol bedeuten würde, die Anbauflächen um 200 Höhenmeter nach oben zu verschieben. Prof. Günter Schamel von der Bozner Universität sprach in seinem Vortrag von den Entwicklungen auf dem internationalen Weinmarkt und strich heraus, dass die derzeitigen Stärken der Südtiroler Weinproduktion durchaus in Übereinstimmungen mit den Entwicklungen am Weinmarkt seien, sofern man die richtigen Marketingmaßnahmen setzt und als Regionalmarke auftritt. Abschließend unterstrich der Weinjournalist Matteo Marenghi, dass man noch mehr als bisher Stärken kommunizieren und im Besonderen auf Transparenz in wichtigen Themen wir Umweltverträglichkeit und kulturelle Einzigartigkeit Wert legen müsse, nachdem Südtirol wie kaum einer anderen Realität auch die Glaubwürdigkeit dafür zugesprochen wird.

Am darauffolgenden Runden Tisch, an welchem die Fachjournalisten Fabio Piccoli, Francesco Arrigoni, Richard Grosche und Robert Joseph, sowie Martin Foradori als
Vizepräsident des Konsortiums Südtiroler Wein und Hans Terzer als Präsident der Kellermeister Südtirols mitwirkten, waren sich die Experten einig, dass Südtirol grundsätzlich gut dastehe, unbedingt aber seine ureigenen Stärken und authentischen Besonderheiten weiter vertiefen solle und keineswegs den Fehler begehen dürfe, Modeerscheinungen nachzulaufen.

Durch die Diskussion führte Helmuth Zanotti, Direktor des Konsortiums Südtiroler Wein. Dessen Präsident, Armin Dissertori, zeigte sich in einer Stellungnahme zufrieden über die Resultate der Tagung: „Ich bedanke mich bei Kettmeir für die Idee und bei den Organisatoren für die Durchführung dieser Tagung. Besonders freut mich die rege und so zahlreiche Teilnahme unserer Mitglieder an den Überlegungen über die Zukunft des Südtiroler Weins. Damit nehmen wir den Ansporn von Landesrat Berger ernst und zeigen unser Bemühen, die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen, wohl wissend, dass wir noch am Anfang unserer Anstrengungen stehen und die tiefgreifenden, wenn auch notwendigen, Veränderungen, nicht von einem Tag auf den anderen verwirklicht werden können. Der richtige Weg ist aber eingeschlagen und es freut uns, dabei auf die Unterstützung des Landes bauen zu können.“

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